Wie ist die Einhaltung von REACH?

08.02.2024Katarzyna Zborawska

Die 2007 von der Europäischen Union erlassene REACH-Verordnung regelt die Herstellung, den Import, den Verkauf und die Verwendung chemischer Stoffe. Die Verordnung enthält zahlreiche Informationen zur Registrierung, Bewertung und Anwendung von Beschränkungen für Chemikalien. Durch die Umsetzung der Vorschriften sollte der Schutz von Mensch und Umwelt vor potenziell schädlichen Stoffen gewährleistet werden. Von da an müssen Unternehmen nachweisen, dass die von ihnen produzierten oder importierten Stoffe keine Gefahr für Gesundheit und Leben darstellen.

Wie funktioniert die REACH-Richtlinie?

Zu den Aufgaben der Unternehmen gehört es, Daten über die Eigenschaften, Verwendungen und potenziellen Risiken der Anwendung eines bestimmten Stoffes zu sammeln und diese dann in Form einer Registrierung an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zu übermitteln. Die Agentur kann jederzeit prüfen, ob die bereitgestellten Informationen den formellen Anforderungen entsprechen. Hierbei ist zu beachten, dass die ECHA jederzeit neue Informationen zu den Risiken sowie Aktualisierungen des Stoffsicherheitsberichts anfordern kann. Die REACH-Verordnung gilt grundsätzlich für alle Chemikalien – nicht nur für solche, die in industriellen Prozessen, sondern auch im täglichen Leben verwendet werden. Folglich können Unternehmen betroffen sein, die nicht direkt an der Produktion von Chemikalien beteiligt sind. Unternehmer müssen sich daher ständig mit Fragen der REACH-Compliance befassen.

Ist die Einhaltung von REACH verpflichtend?

US-Unternehmen, die Waren in die Europäische Union exportieren, müssen die Registrierungs- und Genehmigungsanforderungen erfüllen, um die REACH-Richtlinien zu erfüllen. Die Nichteinhaltung von REACH kann zum Ausschluss Ihres Unternehmens von den europäischen Märkten führen. Glücklicherweise wissen Elektronikhersteller bereits, wie sie die REACH-Konformität feststellen können. Jedes seriöse Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Bestückung von Leiterplatten beschäftigt, stellt zuverlässige Informationen zu Risiken und Alternativen zur Verfügung.

Einige Hersteller von Leiterplatten stellen Tools von Drittanbietern zur Verfügung, um festzustellen, ob elektronische Komponenten REACH-konform sind, oder entscheiden sich dafür, Software intern zu erstellen, damit sie ihre Herstellungsprozesse ständig überwachen können. Dadurch können Unternehmen überprüfen, ob alles, was sie für den EU-Markt produzieren, den geltenden Vorschriften entspricht. An dieser Stelle ist anzumerken, dass das Chemikalienmanagementsystem nicht mit dem UMS, also dem Umweltmanagementsystem, gleichgesetzt werden sollte, sondern ein Teil davon sein kann.

Unterschiede zwischen REACH- und RoHS-Konformität

RoHS steht für Restriction of Hazardous Substanzen. Diese Richtlinie stammt aus der Europäischen Union und schränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Materialien in Elektro- und Elektronikprodukten ein. Die Einhaltung dieser Richtlinie bedeutet, dass eingeschränkte Stoffe im Endprodukt nicht verwendet werden dürfen. Im Gegensatz dazu kontrolliert REACH alle Chemikalien, die im Herstellungsprozess zur Herstellung aller Systemkomponenten verwendet werden können.

Product Owner vs. EMS – wer ist für die Komponentenkonformität mit REACH verantwortlich?

Die Hauptvorteile der Einhaltung von Vorschriften durch OEMs beziehen sich sowohl auf Fragen der Arbeitssicherheit als auch auf eine höhere Produktzuverlässigkeit. In Zeiten zunehmenden Umweltbewusstseins sind Hersteller und Lieferanten verpflichtet, für eine effiziente Informationsvermittlung über Chemikalien und deren Überwachung zu sorgen.

Die Unternehmen, die Dienstleistungen in der Elektronikfertigung erbringen, sind nicht für die Produkt- oder Komponentenkonformität mit REACH verantwortlich. Sie sind nicht für die Produkt- oder Komponentenkonformität mit REACH verantwortlich. Die Verantwortung für Aspekte der Einhaltung der Zertifizierung liegt beim Kunden, da der Kunde die spezifischen Komponenten angibt, die EMS kaufen und montieren möchte. Der Vertragshersteller von Elektronikprodukten kauft Komponenten gemäß der Stückliste ein, daher hat der Auftragnehmer keinen Einfluss darauf, ob das für den Kunden montierte Produkt die REACH-Anforderungen erfüllt.

Selbstverständlich haben Kunden die Möglichkeit, den Umfang der Zusammenarbeit zu erweitern. Auf Wunsch des Auftraggebers kann EMS als Zusatzleistung Konformitätserklärungen von Lieferanten/Herstellern einholen.

CONTACT

LASSEN SIE UNS ZUSAMMENARBEITEN!

Profitieren Sie noch heute von unserer Expertise in der Elektronikfertigung!
Lassen Sie uns Ihre Probleme und Anforderungen kennenlernen und wir schlagen Ihnen ein Geschäftsmodell vor, das für Sie am besten geeignet ist.

Made by Web24